Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Schon seit einiger Zeit habe ich darüber nachgedacht mich intensiver mit chinesischer Medizin auseinanderzusetzen. Als meine Gynäkologin mich nochmal darauf ansprach wurden diese Gedanken konkreter. Ich habe eine wunderbare Ärztin gefunden, die zum einen als Gynäkologin praktiziert und zum anderen Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) als Begleittherapie zur Reproduktionsmedizin anbietet.

Wir hatten ein sehr intensives und gutes Erstgespräch. Sie hat mir die fünf Säulen der chinesischen Medizin erläutert und mir ihre Empfehlungen zu den einzelnen Bereichen gegeben: Ernährung, Kräuterheilkunde, Akupunktur, Tuina-Massage (die in unserem Gespräch kein Thema war) und Qigong.

Im Nachgang und Gespräch mit meinem Mann und Freundinnen habe ich für mich entschieden welche Einschätzungen ich in meinen Lebensstil und mein Verhalten einfliessen lasse und was mir nicht entspricht und was ich daher nicht so übernehmen möchte. 

Yin und Yan sind die beiden großen, gegensätzlichen Kräfte in der chinesischen Philosophie. Kälte und Wärme, Ruhe und Aktivität, Tal und Berg – Yin und Yan bilden ein dynamisches Gleichgewicht. Nie sollte die eine Seite die andere beherrschen, beide Kräfte wechseln sich ab (wie Nacht und Tag) oder sind im Einklang. Bei Kinderwunsch sind Yin und Yan von großer Bedeutung, denn nur, wenn sie in Harmonie sind, kann laut TCM neues Leben entstehen.

Ernährung
Ich ernähre mich hauptsächlich vegetarisch, abwechslungsreich und gesund. Dabei achte ich auf ausgewogene Mahlzeiten. Und alle Jubeljahre bekomme ich Lust auf ein Stück Fleisch und greife zu. Vor einiger Zeit habe ich eine Mikronährstoffanalyse machen lassen. Seitdem supplementiere ich Selen, Zink, B-Vitamine und Vitamin D. Wenn ich mich an manchen Tagen schlapp fühle nehme ich außerdem Eisen. Ich nehme noch weitere Vitamine, Nährstoffe und Aminosäuren zu mir. Dazu schreibe ich aber vielleicht mal in einem separaten Post. Generell fühle ich mich auf jeden Fall bestens versorgt.

Die chinesische Medizin empfiehlt die nicht-vegetarische Ernährung. Meine Ärztin riet mir zu 200g Fleisch pro Woche. Außerdem soll ich auf kalte Speisen verzichten und morgens zum Beispiel statt dem Smoothie oder Brötchen eher warme Cerealien zu mir nehmen.
Ich habe mich dagegen entschieden. Weil ich einfach denke, dass ich ernährungstechnisch mehr richtig als falsch mache, ich kein Fleisch essen möchte und mir eine Ernährungsumstellung im Moment zu viel Stress bedeuten würde.

Kräuterheilkunde
Ich nehme seit zwei Wochen morgens und abends eine Art Tee zu mir. Ein Granulat das aus vielen verschiedenen Kräutern besteht. Die Medikamente in der chinesischen Medizin sind eine individuelle Zusammenstellung verschiedener Heilkräuter, Mineralien und auch tierischen Substanzen, abgestimmt auf die Symptomatik des einzelnen Patienten. Ich habe diese in Form von zwei Granulaten erhalten, Das ist die zeitsparende Variante. Ein Granulat ist für Zyklustag eins bis sechs und das zweite für die restliche Zeit. Ich bereite es morgens und abends wie einen Tee zu und brühe es einfach mit heißem Wasser auf. Schmeckt nicht sonderlich gut, aber zum Glück auch nicht wirklich schlecht. Wenn die nächste konkrete Behandlung ansteht wird die Mischung dementsprechend angepasst.

Akupunktur
Seit zwei Wochen gehe ich nun auch einmal wöchentlich zur Akupunktur. Ich fühle mich gut aufgehoben. Ich spüre dabei nichts. Während der Behandlung versuche ich zu entspannen und mich auf mich zu konzentrieren. Ob’s nun hilft oder nicht kann ich natürlich nicht sagen. Aber ich fühle mich wohl damit.

Tuina-Massage
Darüber haben wir nicht gesprochen. Dr. Google sagte mir, dass es sich hierbei um eine spezielle Massagetechnik handelt, die aber in erster Linie bei Schmerzen und Dysfunktionen des Stütz- und Bewegungsapparates eingesetzt wird. Für mich ist das gerade kein Thema.

Qigong
Ein wichtiger Bereich des Qigong sind Atemübungen. Darauf haben wir uns in unserem Gespräch konzentriert. Meine Ärztin hat mir Hormonyoga empfohlen. Das ist wohl im speziellen bei Frauen in den Wechseljahgren beliebt, soll aber auch bei Kinderwunsch sinnvoll sein. Zuhause habe ich mir Videos dazu angesehen. Puh. Ne. Das ist mir auch eine ganze Nummer zu abgedreht.
Ich habe für mich beschlossen es mit einfachem Yoga zu versuchen. Ab nächster Woche besuche ich in meinem Fitnessstudio dann auch die Yogasession.
Ich glaube, dass wird mir generell gut tun.

So habe ich mir die TCM für mich zurecht gebogen. Und ich fühle mich bisher wohl damit. Das ist das Wichtigste.

Autor: Die Sache mit dem Storch

diesachemitdemstorch klappt nicht. Das ist meine Geschichte.

1 Kommentar zu „Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)“

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