Eizellspende #01: Ein neuer Plan

Wir sind zurück aus Prag: Mitgebracht haben wir jede Menge schöner Eindrücke einer wundervollen Stadt, jeder sicher ein Kilo mehr auf den Rippen aufgrund der köstlichen und durchaus deftigen tschechischen Küche, einen konkreten Behandlungs und -zeitplan, jede Menge Medikamente und das sehr gute Gefühl den richtigen Weg zu gehen.

Wir fühlen uns sehr wohl in unserer behandelnden Klinik. Sowohl unsere Koordinatorin als auch unsere Ärztin wirken sehr kompetent und ehrlich sowie gleichzeitig sehr einfühlsam und bedacht. Unser Plan steht jetzt: Wenn alles gut geht findet in der ersten Februarwoche unser erster Transfer statt. Flüge und Hotel sind gebucht. Die Medikamente liegen parat.

Wir haben uns für eine Eizellspende mit KET-Garantie (KryoEmbryoTransfer) entschieden. Aufgrund der nicht ganz so idealen Spermienqualität meines Mannes haben wir uns für die MACS Technik entschieden. Das Verfahren ermöglicht die Trennung der gesunden Spermien, die für die Befruchtung geeignet sind, von den apoptotischen, die keine Überlebenschancen haben. Darüber hinaus haben wir uns für ein Embryonen Monitoring mit Time Laps Imaging (Embryoscope) entschieden. (Selektion vitaler Embryonen sowie nicht invasive Prognose des Auftretens von Chromosomenanomalien)

Es gab auch die Option etwas mehr für den Versuch zu zahlen und dann nach zwei erfolglosen Versuchen einen dritten Versuch inklusive KET gratis zu bekommen. Die Ärztin war jedoch sehr zuversichtlich, dass wir keinen dritten Versuch brauchen. Eigentlich können wir über solche optimistischen Vorhersagen nur noch müde lächeln. Aber wir wollten es trotzdem so hinnehmen und haben auf die Garantie verzichtet.

Vor Ort wurde ich untersucht. Zumindest da erhalte ich immer wieder das selbe Ergebnis: Alles tiptop und allerbeste Voraussetzungen. Bis auf die Eizellen eben. Aber die haben wire ja nun aus dem Spiel genommen.
Mein Mann hat bereits eine Spermaprobe zur Kryokonservierung abgegeben und die obligatorische Blutprobe abgenommen bekommen.
Es kann losgehen.

Mitte Dezember erhalten wir eine Spenderin. Wir werden etwas über Äußerlichkeiten wie Haarfarbe, Augenfarbe, Größe und Gewicht sowie Alter und Krankheiten (Allergien, Sehschwäche o.ä.) erfahren. Des Weiteren bekommen wir ein paar persönliche Infos wie zum Beispiel ihren Beruf, Hobbies etc.
Die meisten Spenderinnen sind Studentinnen zwischen 19 und 26 Jahren. Sie dürfen insgesamt drei Mal spenden. Außerdem gibt es Spenderinnen bis zum Alter von 33 Jahren die meistens bereits Mutter sind und sich in Elternzeit befinden. Sie dürfen insgesamt sechs Mal Eizellen spenden.
Die Klinik wird den Spenderinnen niemals mitteilen ob es aufgrund deren Spende zu einer Schwangerschaft oder einer Geburt gekommen ist. Es wird aber auch für und als Eltern oder das Kind niemals möglich sein Informationen zur genetischen Mutter zu erhalten oder sie kennen zu lernen. Aber zu diesem sehr wichtigen Thema möchte ich einen separaten Beitrag schreiben.

Wenn mein Mann und ich mit der Spenderin einverstanden sind beginne ich im Anschluss mit der Einnahme der Pille. Mitte Januar sind der Zyklus von mir und der Spenderin angeglichen. Sie beginnt mit der Stimulation während ich mit Synarela starte. Zusätzlich werde ich Estrofem, Prednison, Aspirin und Folsäure nehmen.
Ende Januar wird mein behandelnder Arzt hier vor Ort eine Ultraschalluntersuchung vornehmen wo er in erster Linie das Endometrium dokumentiert. Im Anschluss erhalte ich die Information ab wann ich mit der Einnahme von Utrogestan beginne.
Und ein paar Tage später fliegen wir dann wieder nach Prag zum Transfer von idealerweise zwei wunderschön entwickelten Embryonen.

Drückt uns die Daumen. Wir brauchen alle die wir kriegen können!

Autor: Die Sache mit dem Storch

diesachemitdemstorch klappt nicht. Das ist meine Geschichte.

7 Kommentare zu „Eizellspende #01: Ein neuer Plan“

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